Von Natur aus wäre das Eggegebirge fast flächendeckend mit Buchenwald bewachsen. Wenn der Mensch sich nicht mehr einmischen würde, entstünden im Laufe der Zeit verschiedene Buchenwaldtypen. Nicht überall im Naturpark stehen aber heute tatsächlich Buchen. Wegen der hohen Ertragsleistung und der geringen Ansprüche sind an vielen Orten seit Ende des 18. Jahrhunderts Fichten gepflanzt worden. Sie bevorzugen feuchte und kühle Standorte und sind wenig Trocken- und Hitzetolerant. Bereits unter den jetzigen Klimabedingungen leidet die Fichte unter Hitze- und Trockenstress. Sie verliert ihre Nadeln, wächst weniger, wird weniger standfest und anfälliger gegen Schädlinge. Im Bereich der Dalheimer Wälder hat sich die Situation in den vergangenen Jahren verschärft. Die Klimamodelle gehen davon aus, dass in Zukunft Niederschläge verstärkt im Winter fallen. Das bedeutet noch mehr Stress für die Fichte.
Die Forstwirtschaft reagiert
Hier auf der Waldumbaufläche können Sie junge Buchen unter dem Schirm älterer Fichten sehen. Das ist kein natürlicher Prozess gewesen, die Förster haben nachgeholfen. Sie müssen langfristig denken. Die Verjüngung von heute entwickelt sich zu den Wäldern von morgen, von denen wir uns die nächsten Jahrzehnte Stabilität und Ertrag erhoffen. Das Zurückdrängen der Fichte, die Stärkung der Buchen und die Erhöhung der strukturellen Vielfalt soll unsere Wälder klimafest für die Zukunft machen.

