Erlebnispunkt 7: Landwirtschaft – nah am Klima

Klima steuert Landwirtschaft
Kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist so stark von Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen abhängig wie die Landwirtschaft. Landwirte können zwar mit modernen Methoden auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen wirtschaften, aber ohne entsprechendes Wetter können sie ihre erhofften Erträge nicht erzielen.

Landwirtschaft steuert Klima
Die Landwirtschaft ist nicht nur abhängig vom Klima, sie beeinflusst es auch. Besonders in der Tierhaltung, aber in der Pflanzenerzeugung werden je nach Anbaumethode viele klimarelevante Gase ausgestoßen. Maschinen, Düngemittelherstellung, Klimatisierung von Ställen und andere Produktionsprozesse benötigen Energie und setzen Kohlendioxid frei. Methan ist ebenso ein hochwirksames Klimagas. Vier Fünftel des landwirtschaftlichen Methanausstoßes stammen aus den Mägen von Wiederkäuern. Dementgegen leistet die Landwirtschaft auch wichtige Beiträge zum Klimaschutz. 

Raps, Mais und Co. – Nachwachsender Rohstoffe
Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen ersetzt fossile Energieträger für die Strom-und Wärmeerzeugung und fossile Kraftstoffe. In großen Mengen wird Raps für Biodiesel und Mais für Biogasanlagen angebaut. Im Jahr 2008 wurden deutschlandweit 17 % der Ackerflächen für den Anbau von Energie-und Rohstoffpflanzen genutzt. Auch hier gibt es Kritik. Die intensive Nutzung belastet Böden und Grundwasser, die Fruchtfolgen sind weniger vielfältig. Die zunehmende Konkurrenz von Energiepflanzen- und Lebensmittelanbau erregt Besorgnis, denn die Getreidepreise steigen weltweit.

Entlang des Eggekamms gibt es überwiegend Grünlandwirtschaft und Milchviehhaltung. Diese Nutzung ist an das lokale Klima angepasst. Oft wird aber auch Ackerbau zur Futtermittelproduktion betrieben.

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