Erlebnispunkt 2: Klima- und Witterungsverhältnisse in NRW

Das Klima in NRW unterliegt dem maritimen Einfluss und ist geprägt durch kühle Sommer und milde Winter. Der globale Klimawandel führt auch in NRW zu Veränderungen. Landesweit ist die Jahresmitteltemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes im Jahr 1881 um 1,6 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge um 62 mm angestiegen. Die Jahre 2018 bis 2020 waren durch außergewöhnliche Dürre und überdurchschnittlich warme Temperaturen geprägt. Bis 2018 hat die Menge der Jahresniederschläge seit Messungsbeginn 1881 im Mittel zugenommen. Dies gilt nicht für die Niederschlagsmengen innerhalb des für das Waldwachstum wichtigen Zeitraumes von April bis August. Dies bedeutet, dass den Bäumen in der Wachstumsperiode das nötige Wasser fehlt und es zu Stresssituationen kommt.

Immer mehr oder weniger Regen?
Durch die Dürrejahre 2018 bis 2020 mit geringen Niederschlägen im Vergleich zum Referenzraum (1961 – 1990) lag im Mittel in NRW für das Jahr 2020 ein Niederschlagsdefizit von 134 mm vor und insgesamt aus den letzten drei Jahren sogar ein Defizit von 450 mm. Die klimatische Wasserbilanz, die neben den Niederschlagsmengen auch die Verdunstungsraten berücksichtigt, weist sogar ein noch höheres Defizit von 664 mm für die Jahre 2018 bis 2020 aus. Dies wirkt sich auf den Wasserhaushalt in tieferen Bodenschichten und die Grundwasserneubildung aus. Erst der kühle Mai 2021 mit ausgiebigen Niederschlägen beendete die drei Jahre anhaltende Dürre.

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